wróć...„Kindergärten im «Volks»-Polen. Die Ideologisierung einer Institution 1944–1965”

Am 8. Juni 2026 fand am Sitz des Museums der Polnischen Kinder – Opfer des Totalitarismus ein weiteres Treffen im Rahmen der Reihe „Das ganze Bücherbrett voll. Ein Lesesaal über Krieg und Kinder” statt. Gast der Veranstaltung war Dr. Monika Wiśniewska – Historikerin und Autorin des Buches „Kindergärten im «Volks»-Polen. Die Ideologisierung einer Institution 1944–1965”, das gemeinsam vom Wissenschaftlichen Verlag der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität in Warschau und dem Institut für Nationales Gedenken herausgegeben wurde.
Während der Begegnung hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich mit den Forschungsergebnissen zum Prozess der Unterordnung des Kindergartensystems unter die kommunistische Ideologie in den ersten Jahren des Bestehens des Volks-Polen vertraut zu machen. Die Diskussion konzentrierte sich auf die Organisation des Kindergartenwesens, die den pädagogischen Einrichtungen vorgegebenen Ziele, die Auswahl des Personals (Kaderpolitik) sowie die Erziehungsmethoden zur Formung der Gesinnung der jüngsten Bürger.
Dr. Monika Wiśniewska erläuterte zudem die gesellschaftlichen Auswirkungen des Vorschulerziehungssystems in der Volksrepublik Polen. Dabei legte sie das Augenmerk auf die Mechanismen der institutionellen Indoktrination von Kindern sowie auf die Rolle der Erziehung beim Aufbau eines neuen Gesellschaftsmodells. Die Veranstaltung bot Raum für Reflexionen über den Einfluss der Ideologie auf das Alltagsleben von Familien und den Erziehungsprozess der jüngsten Generationen.
Wir danken allen Teilnehmenden für ihr Kommen und die aktive Teilnahme an der Veranstaltung. Wir laden Sie herzlich zu den nächsten Begegnungen im Rahmen unserer Reihe „Das ganze Bücherbrett voll. Ein Lesesaal über Krieg und Kinder” ein.
