Archivunterlagen
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Archivunterlagen

Eine vollständige Dokumentation über die Funktionsweise des Polen-Jugendverwahrlagers ist nicht erhalten geblieben. Wahrscheinlich wurde sie zerstört oder von der im Januar 1945 flüchtenden Lagerbesatzung ausgeführt.

Das meiste Quellenmaterial über das Polen-Jugendverwahrlager in Litzmannstadt befindet sich in den Beständen des Instituts für Nationales Gedenken - Kommission für die Verfolgung von Verbrechen gegen das Polnische Volk    (Instytut Pamięci Narodowej – Komisja Ścigania Zbrodni przeciwko Narodowi Polskiemu), das unter anderem die Dokumentation der Bezirkskommission zur Untersuchung von Naziverbrechen (Okręgowa Komisja Badania Zbrodni Hitlerowskich) übernommen hat.

In der Sammlung des Museums der Unabhängigkeitstraditionen in Lodz (Muzeum Tradycji Niepodległościowych w Łodzi, MTN-Ł) sind die Lagerkorrespondenz der kleinen Häftlinge und ihre Fotos am zahlreichsten vertreten.

Im Staatsarchiv in Lodz, im Team Jugendamt, gibt es den Ordner „Schutzlager“, der Unterlagen über die Funktionsweise des Lagers enthält. Das Archiv enthält auch Materialien, die von der Historischen Kommission des Woiwodschaftsvorstands des Verbands der Kämpfer für Freiheit und Demokratie (Związek Bojowników o Wolność i Demokrację, ZBoWiD) in Lodz gesammelt wurden.

Zu den wichtigsten erhaltenen Archivquellen gehören die Ermittlungsakten gegen die ehemalige Lageraufseherin Eugenia Pol, alias Genowefa Pohl, und die Akten ihres Prozesses aus den Jahren 1972-1975, die sich ebenfalls im Besitz des Instituts für Nationales Gedenken befinden.

Diese Akten enthalten u.a. die Aussagen von Zeugen - ehemaligen Häftlingen und Beschäftigten des Lagers.



Dokumentation über Edward August, einen Wachmann aus dem deutschen Konzentrationslager für polnische Kinder in Lodz (weitere Informationen in den Nachrichten: https://muzeumdziecipolskich.pl/wir-haben-dokumente-gefunden-die-die-identitat-von-edward-august-einem-verbrecher-aus-dem-lager-an-der-przemyslowa-bestatigen ).

Berichte der Überlebenden bezüglich der jüngsten Häftlinge des Lagers an der Przemysłowa (weitere Informationen in den Nachrichten: https://muzeumdziecipolskich.pl/die-jungsten-polnischen-opfer-des-totalitaren-deutschlands ).

Stellungnahme der Hauptkommission für die Untersuchung der nationalsozialistischen Verbrechen in Polen - Institut für Nationales Gedenken zum Lager an der ul. Przemysłowa (weitere Informationen in den Nachrichten: https://muzeumdziecipolskich.pl/das-lager-fur-polnische-kinder-in-lodz-war-ein-konzentrationslager ).

Bericht von Leutnant Knauer von der Stasi-Abteilung VII in Berlin über die Anwerbung von Camillo Ehrlich, 12.05.1956

Quelle: Bundesarchiv/Stasi-Unterlagen-Archiv BArch_MfS_BV_KMSt_AP_399-56 k. 6
(Weitere Informationen finden Sie in den Nachrichten: https://muzeumdziecipolskich.pl/der-peiniger-der-polnischen-kinder-war-ein-stasi-agent ).

Personalkte von Gertruda Nowak(mehr Informationen unter dem Reiter Aktuelles: https://muzeumdziecipolskich.pl/gefundete-lager-personalakte-des-kindes-aus-dem-przemyslowa-lager).

Nachricht über den Tod von Jan Tratowski, Signatur MTN-Ł/A-7407 (mehr Informationen unter dem Reiter Aktuelles: https://muzeumdziecipolskich.pl/78-todestag-von-janek-tratowski ).

Die Deutschen haben die Toten in aller Frühe oder sehr spät nachts weggefahren. Die Leichen der toten Kinder habe ich nicht gesehen, aber diese Nachrichten haben uns immer wieder erreicht. - AIPN (Archiv des Instituts für Nationales Gedenken), GK 165/377, Konzentrationslager für Jugendliche in Łódź (mehr Informationen unter dem Reiter Aktuelles: https://muzeumdziecipolskich.pl/augenzeugenberichte-uber-die-beisetzungen-der-polnischen-kinder-aus-dem-lager-in-der-przemyslowa-strabe ).

AIPN (Archiv des Instituts für Nationales Gedenken), Ld 503/106, Akte des Staatsanwalts in der Rechtssache gegen Pol/Pohl Eugenia... Das Protokoll von der Hauptverhandlung. Aussage von Brygida Casselius, Bd. 2, 19.03.1974, S. 49 (mehr Informationen über die hygienischen Bedingungen im Lager unter dem Reiter Aktuelles: https://muzeumdziecipolskich.pl/hygienische-bedingungen-im-polen-jugendverwahrlager-litzmannstadt ).

Das Projekt der Beschäftigung und Arbeitsaufteilung für die polnischen Jugendlichen, die zum Jugendverwahrlager eingewiesen werden (mehr Informationen unter dem Reiter Aktuelles:  https://muzeumdziecipolskich.pl/den-faulen-und-tragen-muss-mit-der-knute-nachgeholfen-werden-ein-erschutterndes-dokument-beleuchtet-die-hintergrunde-der-errichtung-des-lagers-in-der-przemyslowa-strabe ).

Ein Fragment aus der Verhandlung in der Rechtssache gegen Eugenia Pol (mehr Informationen unter dem Reiter Aktuelles:  https://muzeumdziecipolskich.pl/schockierendes-zeugnis-einer-ehemaligen-gefangenen-des-lagers-in-der-przemyslowa-strabe-und-des-kz-ravensbruck ).

Das gefundene Dokument ist ein Bericht über die Konferenz, deren Ergebnis u.a. die Einrichtung eines deutschen Konzentrationslagers für polnische Kinder in der Przemysłowa-Straße in Łódź war (mehr Informationen unter dem Reiter Aktuelles:  https://muzeumdziecipolskich.pl/erschutterndes-dokument-uber-die-errichtung-des-deutschen-nazilagers-fur-polnische-kinder-in-litzmannstadt ).

Briefkarte des Kommandanten des deutschen Konzentrationslagers für Polnische Kinder in Łódź (mehr Informationen unter dem Reiter Aktuelles: https://muzeumdziecipolskich.pl/wir-kennen-das-nachkriegsschicksal-des-kommandanten-des-deutschen-nazilagers-fur-polnische-kinder-in-litzmannstadt ).

Briefe von Jan Spychała. Jaś Spychała (12) bittet am 16. Oktober 1944 seine Mutter u.a. um „ein bisschen Sacharin“: „Liebe Mutti, kannst du mir 20 Pfannkuchen braten (…). Schicke mir auch einen Bleistift, ein Radiergummi. Und Zwiebel, und Senf. Und Briefmarken“ (mehr Informationen unter dem Reiter Aktuelles: https://muzeumdziecipolskich.pl/unbekannte-briefe-polnischer-kinder-aus-dem-deutschen-lager ).

Friedhofskarte des Grabes von Urszula Kaczmarek, die auf dem Römisch-Katholischen St.-Adalbert von Prag-Friedhof in Lodz, ul. Kurczaki 81, beerdigt wurde, ausgestellt am 12. Mai 1943, MTN-Ł, Aktenzeichen A-6858