wróć...Ein Zeugnis für den Mut eines Dreizehnjährigen. Eine Begegnung mit Leutnant Jan Witkowski

Ein äußerst bewegender Abend liegt hinter uns. Aus der Reihe „Mit den eigenen Augen. Eine Begegnung mit einem Zeitzeugen" hatten wir Leutnant Jan Witkowski zu Gast – einen Teilnehmer des Warschauer Aufstands, der mit uns seine Erinnerungen an die Zeit teilte, als er als Kind einer großen Geschichte gegenüberstand.
Während des Treffens unter der Leitung von Jolanta Sowińska-Gogacz gingen wir zurück in den August 1944. Unser Gast, damals erst ein 13-jähriger Junge, diente als Meldegänger im Bataillon „Iwo‟ in der Śródmieście Południowe (dt. Südliche Innenstadt).
In dem Gespräch ging es jedoch nicht nur um die Kämpfe. Gemeinsam suchten wir nach Antworten auf Fragen zu den Grundlagen solcher Einstellungen:
Wie hatten das Elternhaus und die Vorkriegserziehung die jungen Menschen geprägt?
Was geht in einem Jugendlichen vor, der von einem Tag auf den anderen zum „gestaltenden” Mitstreiter des Aufstands wird?
Wie haben die Erfahrung des Kriegsgefangenenlagers (Stalag X B Sandbostel) und die Zwangsarbeit bei der Räumung der Hamburger Trümmer sein Erwachsenenleben beeinflusst?
Jan Witkowski, derzeit Vizepräsident des Hauptvorstandes des Verbandes der Kombattanten der Republik Polen und der ehemaligen politischen Häftlinge, hat uns verdeutlicht, dass das Erbe des Aufstands nicht nur Vergangenheit ist, sondern eine große Verpflichtung für die Zukunft darstellt. Die Diskussion darüber, wie wir auf das Jahr 1944 aus heutiger Sicht schauen, war für alle Anwesenden eine wertvolle Lektion der Demut und des Patriotismus.
Wir danken Ihnen für Ihre zahlreiche Teilnahme an der Veranstaltung und die gemeinsame Reflexion über die Schicksale einer Generation, die im Schatten des Krieges aufwuchs.
Wir laden Sie ein, unserer Website zu folgen – wir werden in Kürze den Termin für das nächste Treffen bekannt geben!
Eine Begegnung mit Leutnant Jan Witkowski – Teilnehmer des Warschauer Aufstands
